Anlasser damit der Motor startet

Anlasser oder Starter für das Auto

Damit der Motor im Auto anspringt, ist ein Anlasser notwendig. Verbrennungsmotoren können nicht aus eigener Kraft anspringen. Damit sie starten, müssen Sie von einem kleinen Elektromotor (deshalb auch Starter genannt) auf eine bestimmte Drehtzahl gebracht werden. Ab dann läuft der Motor von selbst weiter und der Anlasser wird wieder deaktiviert. Der Anlasser hat dabei einen ausgeklügelten Mechanismus aus Ritzel-Zahnrad, innerem Planetengetriebe für das nötige Drehtmoment und einem Magnetschalter für das Einspuren vor und zurück. Erfunden wurde der Anlasser übrigens schon 1901!

Eigentlicher Anlassvorgang

Das Eigentliche Starten bekommt der Fahrer deutlich beim Umdrehen des Zündschlüssels (oder beim Drücken des Start-Knopfs bei Keyless-go) mit und hört wie der Anlasser dreht.
Dabei stellt der Magnetschalter die Stromverbindung zur Batterie her und der Anlasser dreht. Gleichzeitig spurt das Ritzel (also das Zahnrad) ein und wieder aus. Der Strom wird über Kohlestifte an den Läufer bzw. Anker geleitet. Der Rest der Funktion ist wie bei einem normalen Elektromotor - der Anlasser dreht. Jedoch gibt es Zahnräder und Übersetzungen im Inneren des Anlassers - das nennt sich dann Planetengetriebe. Damit hat der Anlasser die nötige Kraft und Übersetzung. Lassen Sie den Zündschlüssel los, wenn der Motor startet, dann hört auch der Anlasser auf zu drehen. Dieser Schritt entfällt natürlich bei Fahrzeugen mit Startknopf. Hier gibt es ein automatisches System, welches erkennt, wann der Anlasser aufhören muss zu arbeiten.

Unterschiedlicher Anlasser bei Start-Stopp Systemen

Manche Autofahrer sind beim Thema Start-Stopp System verunsichert. Einerseits muss man wissen, ob der gekaufte Anlasser auch für Start-Stopp geeignet ist. Das kann besonders zu Verwirrung führen bei Fahrzeug-Modellen, bei denen es das Auto sowohl mit- als auch ohne Start-Stopp System gab. Ein Beispiel ist die Beliebte E90-Serie von BMW oder auch der 1er E87. Erkennen kann man das äußerlich nicht am Anlasser, sondern nur anhand der Teilenummer, welche vor dem Kauf verglichen werden muss.
Ein weiteres Problem ist das Gerücht, das Start-Stopp System sei schlecht für das Fahrzeug, weil der Anlasser schneller verschleißt. Auch hier kann Entwarnung gegeben werden. Die Fahrzeuge mit Start-Stopp haben in aller Regel einen anderen Anlasser als die "normalen". Hier haben sich die Entwickler entsprechende Gedanken gemacht und verstärkte Anlasser eingebaut. Wer sich die Mühe machen will und einen Start-Stopp Anlasser mal auseinander baut wird feststellen, dass die Komponenten in der Tat  verstärkt sind.

Kann ein Anlasser kaputt gehen? Welche Lebensdauer ist normal?

Selbstverstänldlich hält auch der beste Anlasser nicht ewi und muss im Laufe eines Autolebens ein- oder mehrmals getauscht werden. Die Lebensdauer und die Symptome für einen defekt können ganz unterschiedlich sein, sodass keine pauschale Aussage hierüber getroffen werden kann. Das hängt vom Automodell ab, ja - aber in erster Linie auch von der Belastung. Ein Beispiel für eine hohe Belastung, welche auch recht früh zum Ausfall des Anlassers führen wird sind Vielfahrer, die zudem noch häufig Kurzstrecken fahren. Dadurch muss das Auto natürlich öfter starten. Auch eine schwache Batterie kann den Anlasser belasten, weil dieser dann mit einer geringeren Stromaufnahme den Motor zu starten versucht. Eine "halb defekte" schwächelnde Batterie muss dabei übrigens nicht immer sofort auffallen, weil dies ein schleichender Prozess ist. Ein typisches Beispiel für hohen Anlasser-Verschleiß sind z.B. Lieferwagen oder ein Taxi.
Bei demselben Automodell kann der Anlasser jedoch theoretisch auch das ganze Autoleben halten. Wenn z.B. die Kilometer mit wenigen Startvorgängen als Langstrecke gefahren werden.